Moment mal!

10 Dinge, die du nicht mehr kaufen musst – Teil 2

Wer sich vermehrt mit bewusstem Konsum beschäftigt, dem fällt schnell auf, wie viel Geld wir aus reiner Gewohnheit für unnötigen Kram ausgeben. Vor einigen Wochen habe ich dir bereits 10 Dinge gezeigt, die du dir bei deinem Einkauf einfach sparen kannst. Heute gibt es noch einen zweiten Teil mit 10 Dingen, für die du kein Geld mehr ausgeben musst. Teilweise bringen sie diesmal aber etwas mehr Diskussionsgrundlage mit.

Ich zeige dir 10 Dinge, die du nicht mehr kaufen musst und bin gespannt, was du dazu zu sagen hast.

Abschminktücher

Die flauschigen, bauschigen Wattepads aus dem Drogeriemarkt bleiben zukünftig im Laden liegen. Im Grunde brauchst du sie nicht mal ersetzen, denn zum Abschminken reichen Seife, warme Wasser und deine Hände. Wer um das Hilfsmittel aber nicht herum kommt, der besorgt sich beim nächsten Mal die nachhaltige, waschbare *Alternative. Mit ein ganz bisschen Geschick und einer Nähmaschine kannst du Abschminkpads aber auch ganz leicht selbst machen.  Dazu brauchst du ein altes Frotteehandtuch und einen Baumwollstoff (zum Beispiel von einem alten Shirt), als Schablone dient eine Tasse. Du musst nun nur zwei kreisrunde Teile zuschneiden und sie einfach aufeinander nähen.

Frischhaltefolie und Alufolie

Die zwei Gesellen sollen und das Leben einfacher machen. Doch kennt ihr auch die Situation, in der sich die blöde Folie einfach nicht richtig von der Rolle lösen will, ihr beim Abreißen die Folie einfach nur in Fetzen zieht und am Ende eh alle zusammen klebt. Das macht einen wahnsinnig, oder? Stell beim nächsten Mal einfach einen zweiten Teller auf die abzudeckende Speise. Oder fülle den Essensrest in eine *Glasschale mit Deckel.

Kaffeekapseln
Ich hab lange überlegt, ob ich die hier überhaupt aufzählen soll. Das Kaffee aus Kapseln unverhältnismäßig teuer ist, ist doch eigentlich jedem klar. Von dem Müllfaktor den diese Einwegprodukte produzieren ganz abgesehen, zahlst du hier für den Kaffee einen Kilopreis von bis zu 80€! Wenn du Kaffee liebst und brauchst, dann schaue dich doch nach einem gebrauchten Vollautomaten um. Der Kauf rentiert sich  bei einem Wechsel von Kaffeekapsel zu Kaffeebohne recht schnell.
Ordnungsbehälter
Wir alle lieben unsere kleinen Kisten und Körbe, die Sortierboxen und Stapelkästen. Ja, auch ich denke immer wieder, dass mich eine weitere Sortierbox im Leben weiter bringen könnte. Doch wer so viel Krempel hat, dass er sich noch und nöcher mit Behältern dafür eindecken muss, der sollte vielleicht einfach einmal ausmisten. Danach verfügst du vermutlich sogar wieder über eine ganze Hand voll leerer Sortierboxen.
Salat in Pastikverpackung
Wer vorgeschnippelten, abgepackten Salat kauft, der duckt sich jetzt lieber, bevor er von mir einen mit dem Nudelholz bekommt. Das ist ein ganz bequemes Unding! Kauf dir lieber ein paar Tomaten, eine Gurke und ein bisschen Feldsalat (oder baue es in deinem Garten ode Balkon selbst an) und wirf deinen Salat in eine Schüssel. Das kannst auch du. Es funktioniert in wenigen Minuten, und kostet dich nur einen Bruchteil von dem, was dir fremde Leute (ob die wohl Handschuhe tragen? Und ob die sich wohl zwischendurch die Nase von Innen kratzen?) in eine unattraktive Plastikverpackung schneiden.
Bücher

Beim Thema Bücher treffe ich oft auf Gegenwehr. Die Haptik, die ein Buch mitbringt, kann ein Ebookreader dir niemals ersetzen. Trotzdem lohnt es sich hier einmal über den Tellerrand zu denken. Die Bücher, die du oft nur ein einziges Mal liest und dann in deinem mit Sammelleidenschaft gefülltes Regal stellst, kosten schließlich nicht nur Geld. Sie verbrauchen bei der Herstellung, im Verkauf, beim Bestellen und Versenden viele Ressourcen, die einfach nicht zwingend verbraucht werden müssten. Ich selbst kaufe überhaupt keine Bücher mehr. Zumindest keine neuen. Ich decke meinen Lesebedarf für 2€ auf dem jährlich stattfindenden Bücherbasar (der ist sogar für einen guten Zweck). Die große Tochter verschlingt Bücher im Minutentakt und ist etwas anspruchsvoller. Für sie gibt es einen Kinder-Büchereiausweis für nen läppischen Euro im Jahr und eine Schulbibliothek. Die einzige Ausnahme ist ihre Lieblingsbuchreihe – aber auch die kaufe ich gebraucht.

Backpapier

Hier sage auch ich ausnahmsweise mal: Backpapier macht das Leben leichter. Die Geldbörse aber auch, denn ich backe viel und gerne. Der Ersatz von Backpapier ist leider nicht ohne zusätzlichen Aufwand, dennoch auch aus nachhaltiger Sicht sehr sinnvoll. Wenn du dein Backblech vor dem Backen nicht einfach einfetten möchtest, kannst du auf *Dauerbackfolien und *Silikonmatten umsteigen.

Übrigens: Auch wenn es so heißt, ist Backpapier gehört nicht ins Altpapier. Aufgrund seiner Beschichtung muss es in den Restmüll.

Fast Fashion

Klamotten und Stile werden in rasantem Tempo designt und neu erfunden. Sie müssen schnell zur Verfügung stehen, um auf Saison und Situation zu reagieren und meistens sind sie sehr günstig.

Was jetzt erst mal cool klingt, hat für dich aber nur Nachteile. Zum einen wirst du es niemals schaffen, wirklich „im Trend“ zu sein, denn wenn du dein neues trendy Teilchen zum ersten Mal getragen hast, ist bereits der nächste Stil designt. Zum anderen ist schnelle Kleidung in der Regel von schlechter Qualität. Fast Fashion hält maximal so lange, wie der Trend anhält. Danach ist es verwaschen, verzogen, defekt oder eben „nicht mehr angesagt.“ Die Konsequenz: Du „brauchst“ im Wochentakt etwas Neues.

Spring lieber gar nicht erst auf den Trendzug auf. Versuche stattdessen deinen eigenen Stil zu finden. In meinem Kleiderschrank sind zum Beispiel nur Kleidungsstücke, die ich wirklich gerne mag und in denen ich mich gut fühle. Ich brauche mich morgens nicht erst entscheiden, wer ich sein will und ich brauche auch monatelang keine Klamotten kaufen, da mir persönlich in meinem Stil gar nichts fehlt.

 

Fitnesstudio

Ich liebe es im Studio zu trainieren, dabei in einem großen Spiegel zu sehen, wie sich der Schweiß auf der Brust perlt und zu spüren, wie die Muskeln übersäuern. Mit einem Monatsbeitrag von 30€ war ich vergleichsweise günstig im Fitnessstudio unterwegs. Dennoch habe ich mich nach langem Abwägen gegen das Fitnessstudio entschieden. Die Möglichkeiten Zeit, Motivation, Energie, Termine und Kinderbetreuung so zu kombinieren, dass ich mich für zwei Stunden rausnehmen kann sind momentan wirklich rar. So rar, dass ich sie dann lieber für Paarzeit und soziale Kontakte nutze. So rar, dass mich eine Trainingseinheit im Fitnessstudio aktuell bis zu 45€ kosten würde.

Es gibt viele Möglichkeiten auch kostenfrei Sport zu treiben. Ich liebe es zu Hause die Matte auszurollen, Hanteln zu stemmen, Yoga zu machen oder Laufen zu gehen. Und wenn es doch das Studio sein muss, dann gönne ich mir eine 10er Karte ohne Ablaufdatum.***

Auto

Für uns persönlich ist der Verzicht auf ein Auto schwierig. Wir wohnen eher ländlich, hier gibt es keinen Bus oder gar eine Bahn, die uns von A nach B transportiert. Den Wocheneinkauf kann ich nicht zusammen mit unserem Kleinkind auf dem Bike transportieren, ein Teil des engen Familienkreises wohnt einfach zu weit weg für eine Radtour und im Falle eines Falles kommen wir einfach am besten mit dem Auto schnell zum Krankenhaus.

Aber! Natürlich kann und sollte man das Auto immer möglichst reduziert nutzen. Zu unserem Arbeitgeber, zur Schule, zum Kindergarten fahren wir grundsätzlich mit dem Rad. Im Sommer bleibt das Auto für alle innerstädtischen Touren stehen. Auf Dauer wäre ein Lastenrad ein kleiner Traum von mir. Je nach dem wo DU lebst, bist du vielleicht besser an die Övis angebunden und kannst vielleicht sogar komplett auf dein Auto verzichten.

 

Und jetzt bin ich tatsächlich sehr interessiert:  Was sagt ihr zu dieser Auflistung? Könntet ihr auf euer Auto verzichten? Oder macht ihr es sogar?

Ich bin gespannt auf eure Meinung.

Lieblingsgrüße!



*** So ist mein Plan. Mein Vertrag im Studio läuft noch bis August.

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