Moment mal!

10 Dinge, die du nicht mehr kaufen musst

Geld sparen wollen wir alle. Ob fürs Alter, für die Kinder, für schlechte Zeiten oder für den neuesten Shit. Trotzdem kaufen wir ständig Dinge ein, die wir nicht brauchen und wundern uns am  Monatsende über den leeren Geldbeutel.
Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit bewusstem Konsum, führe ein Haushaltsbuch und überdenke meine Shoppinggewohnheiten. Seitdem gebe ich nicht nur weniger Geld aus sondern konnte meine Sparrate trotz Teilzeitjob deutlich erhöhen ohne dass ich das Gefühl habe auf irgendetwas zu verzichten.

Ich zeige dir beispielhaft 10 Dinge, die wir nicht mehr kaufen und damit sowohl unseren Geldbeutel als auch der Umwelt etwas Gutes tun können.

Geschenkpapier

Geschenke sind toll! Auf die möchten wir nicht verzichten. Geschenkpapier findest du aber völlig gratis im Briefkasten. Oder in deiner Klopapierrolle. Oder in deinem Wäscheschrank. Anstatt Geld für Geschenkpapier auszugeben, kannst du unheimlich viele Dinge zu Geschenkpapier umfunktionieren.

Wasser

Die Wasserqualität von Leitungswasser ist in Deutschland bundesweit gut bis sehr gut. Du brauchst nicht dafür bezahlen, dass dir jemand Wasser in Kunststoff oder Glasflaschen umfüllt.

1 Liter Leitungswasser kostet übrigens durchschnittlich 0,2 Cent. Mineralwasser aus dem Supermarkt kostet zwischen 15 – 50 Cent pro Liter – also das bis zu 250 fache!

Zeitungen, Zeitschriften, Kochbücher

Zumindest wenn du einen funktionierenden Internetzugang hast, musst du dafür wirklich kein Geld ausgeben. News findest du mittlerweile sogar auf den Nachrichtenaccounts auf Instagram. Klatsch und Tratsch sowie unwirksame Diättipps gibt’s in der Onlineversion einer jeden Zeitschrift. Leckere und variantenreiche Rezepte findest du unter anderem in fast jedem Blog oder auf Homepages von unseren Lieblingsdiscountern.

Küchenrolle

Den Kleinen die Schnute abputzen, die Kleckerflecken vom Boden aufnehmen oder die danebengegangene Tuschkastenfarbe vom Tisch entfernen. Dafür nehmen wir jetzt keine Küchenrolle mehr. Her mit den guten alten Putzlappen, die man tausendfach heiß waschen und immer wieder benutzen kann.  

Und auch für Katzen- oder Tierliebhaber, die unangenehme Exkrementen nicht in den Küchenlappen wischen möchten gibt es kostenfreie Möglichkeiten: Legt euch ausrangierte Stoffstücke bereit. Zum Beispiel aus verwaschenen Shirts, löchrigen Handtüchern oder kaputten Socken. Diese können für den I-bah-Zweck verwendet und im Anschluss in den Müll geworfen werden.

Kaffee zum Mitnehmen

2,50 € kostet ein Kaffee zum Mitnehmen im Schnitt. Dafür gibt es die heiße Brühe ohne viel Aufwand direkt in die müde Kehle. Und da du ja höchstens drei Mal pro Woche morgens bei Bäcker hältst, ist das jetzt auch nicht ein so hoher Unkostenbeitrag.
Nun arbeitest du aber abzüglich Urlaubes und Feiertage ca. 42 Wochen pro Jahr. Also bekommt der Bäcker/Tankwart/Supermarkt deines Vertrauens von dir 315€ für 126 Kaffee. (Vielleicht kannst du noch Geld und Müll sparen, weil du deinen eigenen Becher mitgebracht hast.)
Ich zapfe mir morgens meinen Kaffee direkt von unserem Vollautomaten (der schon seit 12 Jahren gute Dienste leistet) in einen *Thermobecher (den ich ebenfalls schon 3 Jahre benutze) . Mein Aufwand: Taste drücken und Deckel zudrehen. In der Zeit schaffe ich den Umweg zu Bäcker nicht. Bei 10g Kaffeebohnen pro Kaffee zahle ich für 126 Portionen nur ca. 20€.

Fertiggerichte

Überzuckerte, vorgeschnittene und in Plastik abgepackte Fertigmahlzeiten kaufen wir nicht mehr. Abgesehen davon, dass sie meist kaum healthy sind, sind sie für eine 4-köpfige Familie auch deutlich teurer, da immer zu wenig drin ist.

Beispiel gefällig? Zwei Bleche selbstgemachte Pizzen kosten (Mehl, Wasser, Hefe, Käse, Tomatenmark) ca. 3€. Vier TK Pizzen Margaritha aus dem Supermarkt kosten ca. 8€ – und bei uns werden die Erwachsenen von einer TK Pizza nicht satt.
Wir kochen deshalb frisch und reduzieren so unsere Kosten und sparen gleichzeitig eine Menge Müll.

Damenhygiene-Artikel
Dieses Thema betrifft mindestens 80% meiner Blogleser (Alle anderen kennen zumindest jemanden, den es betrifft) und trotzdem tauschen wir uns darüber selten aus.

Vor ca. 8 Jahren erfuhr ich zum ersten Mal von der *Menstruationstasse. Damals dachte ich noch „Eine Tasse voll Blut? Aus der „Scheide“?! Wie ekelig!“ Dabei ist das Menstruationsblut einer gesunden Frau eine saubere Sache. Eine Menstruationstasse spart Unmengen an Tampons, Binden und Slipeinlagen und damit viel Geld und noch viel mehr Müll. Sie ist außerdem funktionell einfach unschlagbar. Die angenehmste Möglichkeit überhaupt (keine Tamponbändchen beim Pipimachen, keine Slipeinlagenklebestreifen am Oberschenkel, kein Blutgeruch, keine Trockenheit, kein Problem beim Schwimmen oder Sport)
Oh man – das Ding ist einen eigenen Blogbeitrag wert! Deshalb hoch die Tassen!

Waschmittel

Waschmittel ist ein teures Gut. Buntwäsche, weiße Wäsche, Feinwaschmittel, Weichspüler, Weichspüler für Babys, Hygienespüler, Hygienespüler für Allergiker, Wäscheparfüm – zack 150€ weg. Unser Monatsbudget reizt es nicht mehr aus. Wir verzichten auf jegliche Art unnötigen Duft- und Weichspüler und machen unser Waschmittel selbst. Ich ergänze das selbstgemachte Waschmittel lediglich mit einem Produkt für Wolle und Pulverwaschmittel, dass ich im Wechsel mit dem Selbstgemachten verwende.

Alufolie, Frischhaltefolie

Diese Dinge kann man einfach kostenfrei ersetzen. Mach mal die „Tupperschublade“ auf, die in fast jedem Haushalt zu finden ist. Der Rest vom üppigen Mittagessen kommt statt ins Folienkleid einfach in die Dose. Und wenn du dich von dem Foliengedanken nicht trennen kannst, denk doch mal über wiederwendbares *Wachspapier nach.

Notizbücher und Kugelschreiber

Ganz ehrlich, jeder von uns hat zu viele davon. Warum also noch mehr kaufen? Ich weiß… Notizbücher üben einen unglaublichen Reiz aus, mit ihren hübschen Umschlägen und schönen Seiteneinteilungen. Aber willst du nicht erst mal die drei Notizbücher benutzen, die da noch oben rechts in der Schreibtischschublade sind? Ich sehe die genau!  

Ist etwas dabei, was ihr auch nicht mehr kaufen möchtet?

Habt ihr noch Ergänzungen?

Erzählt es mir gerne in den Kommentaren!

 

Lieblingsgrüße!

4 Comments

  • Anonymous

    Hallo,
    das sind schöne Denkanstöße! Mich würde interessieren wie ihr euer Waschmittel selbst herstellt. Ich habe mal was von eingeweichten Kastanien gehört,war da aber skeptisch…
    Viele Grüße,
    Wiebke

    • Linda M

      Danke für deinen Kommentar, liebe Wiebke.
      Zu dem Waschmittel werde ich demnächst sehr gerne einen Beitrag verfassen. Das Rezept ist easy!
      und es stimmt: Auch mit Kastanien kann man waschen. Das haben wir auch schon probiert und es klappt ganz großartig.
      Mir war in meinem doch manchmal stressigen Alltag aber die ständige Vorbereitung dafür etwas zu groß, daher konnte sich das bei uns nicht durchsetzen.

  • Maike

    Notizzettel hab ich noch nie gekauft, ich nehme grundsätzlich die unbeschriebenen Seiten aus meinem Terminplaner des Vorjahres (oder des Vorvorjahres, oder des davor.. 😁 ) und schreib da meine Einkaufszettel oder sonstige Notizen drauf.. Wenn dann eingekauft wurde und alles durchgestrichen ist, schreibe ich unten drunter, bzw. auf der Rückseite weiter – bis der gar nicht mehr zu gebrauchen ist. Kai hasst es, akzeptiert es aber mittlerweile 😂

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