Familienmomente

Ein Brief von deinem Baby

Es ist 2:37 Uhr. Die nächtliche Stille wird erfüllt von energischen Schreien, gerade als mein Körper endlich bereit war traumschwer in den Schlaf zu fallen. Ich stöhne genervt auf, denn „ich bin dran“ mit aufstehen. Also quäle ich mich aus dem Bett und stolpere mit immer noch geschlossenen Augen zu unserem Kleinkind. Ich falle zum dritten Mal in dieser Nacht auf den Stuhl neben ihrem Bett, friere in meinem dünnen Schlafanzug und hoffe dass ein paar Streichelheiten das weinende Kind wieder in den Schlaf befördern.

Oder gehe ich einfach raus? Sie muss doch auch mal lernen alleine zu schlafen!

Baby einschlafen

Ich liebe dich so sehr, aber ich bin noch klein und kann es dir nicht sagen.

„Warum hörst du denn nicht auf zu weinen?“ höre ich dich fragen.

Meinen Tränen sagen ich brauche dich und wünsche, dass du bei mir bist.

Mein Rufen sagt geht nicht weg und halte mich ganz fest.

Zum Einschlafen drückst du mir ein Küsschen auf die Stirn.

Ich kann deine Atemzüge nahe meinen spüren.
Ich schließe die Augen, fühle deinen Schutz, deinen Halt,

Dann gehst du, lässt nur die Tür auf einen Spalt.

Wenn ich wieder aufwache, suche ich nach dir, denn ich vermisse ich dich so sehr.

Ich rufe lange und laut, es kostet Kraft, aber ich vermisse dich, wie nichts anderes mehr.
Als ich dich höre, wie du dich über den Flur näherst, platze ich vor Glück.
Ich dachte ich würde dich nie wieder sehen, dachte du kämst nie zurück.

Zum Glück bist du jetzt hier und alles ist gut. Doch warum gehst du wieder?

Mama, bleib hier, Mama lass dich doch noch einen Moment bei mir nieder.

Die Decke ist warm, das Kuscheltier in meinem Armen weich und die Wände sind dick.
Aber davon verstehe ich nichts, ich fühle mich behütet, wenn ich in deine warmen Augen blick‘.

Am Tag bist du immer da, tröstest und trägst mich. Doch nun bin ich verwirrt.
Das ist noch nicht richtig? Warum ist es anders, wenn es dunkel wird?

Erst wenn du bei mir bist und mich in deinen Armen wiegst finde ich Trost.
Bitte Mama, sei deswegen doch nicht erbost.

Ich halte deine Hand ganz fest, doch dann gehst du wieder raus zur Tür.

Was passiert hier, warum bleibst du nicht bei mir?

Du drückst mich sanft in mein Bett zurück: Psst, mein Kind es ist Schlafenzeit,

Sei ein liebes Kind, dass nicht mehr schreit.

Ich liebe dich so sehr, aber kann es nicht sagen, deshalb strecke ich meine Arme nach dir aus.
Ich schreie und rufe, Mama bitte hol mich noch einmal raus.
Wenn es dunkel ist sehe ich unheimliche Schatten an der Wand von meinem Nachtlicht
Ich rufe ich nach dir. Wo bist du Mama, warum beschützt du mich jetzt nicht?

Wo ist dein vertrautes Gesicht, dass mir in der Dunkelheit sagt, dass alles in Ordnung ist.
Mama, magst du es nicht auch lieber, wenn du nicht alleine bist?

Du bist auch so müde, dass sehe ich.
Mama, warum legst du dich nicht neben mich?

In diesem Sinne…

Bleibt stark. Lieblingsgrüße!

2 Comments

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner