Familienmomente

Geschichten, die nur Eltern kennen

Überwältigende, bedingungslose Liebe und kaum greifbare Glückseligkeit. Wer man Kinder hat, liebt wie man es noch nie zuvor erlebt hat. So sehr, dass einem Schauer über den ganzen Körper laufen und man fast weinen möchte vor lauter Glück.

Mutter und Kind

Das Beste am Elternsein ist aber wohl auch: Kindliches Denken, die kindliche Kreativität und die manchmal total verrückte Sichtweise machen jeden Tag zu einem neuen Abenteuer. Und so unterschiedlich und einzigartig jedes Kind auch ist, es gibt doch ein paar Geschichten, die irgendwei alle Eltern kennen.

Vielleicht kennst du die folgenden Situationen auch:

Die Apfelstory:

Das Kind möchte einen Apfel. Aber gerne doch! Es ist schön, dass es freiwillig Vitamine zu sich nehmen möchte. Du schneidest den Apfel mit viel Liebe in Achtel und präsentierst sie lächelnd auf einem bunten Teller. Und damit nimmt das Drama seinen Lauf. Das Gesicht des Kindes verzieht sich und schon kullern die ersten Tränen. „Nicht der Teller! Nicht dieser Apfel! Und schon gar nicht SO schneiden!“

Die „Frei“zeitstory:

Puh! Endlich ein freier Nachmittag! Die Kleinen machen einen Ausflug mit den Großeltern. Zum Glück, denn die letzten Wochen waren anstrengen und Schlaf war ebenso rar, wie Zeit für Sport, Bettgeschichten oder Beinrasur. Deshalb verbringst du diese wundervolle, neu gewonnene, herrliche, ruhige Freizeit … natürlich mit Hausputz, Gartenarbeit oder der sich seit Monaten stapelnden Ablage auf dem Schreibtisch. Am Abend, wenn die Minis nach Hause kommen stehst du verschwitzt und mit wilden Haaren an der Tür, das Shirt häng an einer Schulter runter und zum Schließen des Hosenstalls war zwischendurch einfach keine Zeit. Oma und Opa begrüßen dich, verschmitzt grinsen mit: „Na, habt ihr eure Pärchenzeit genutzt?“

Die Pipistory:

Die Tasche ist gepackt, ein gesunder Snack ist vorbereitet, das Lieblingskuscheltier ist am Start. Alles bereit für den Ausflug in den Tierpark. Du forderst alle auf, noch mal fix auf die Toilette zu flitzen. Geschrei, denn natürlich muss dein Mini überhaupt gar nicht auf die Toilette. Du rollst die Augen, zuckst mit den Schulter und lässt den schreienden Nachwuchs dann eben ohne Toilettengang ins Auto krabbeln. Doch kaum nimmst du die Autobahnauffahrt, hörst du von hinten ein leises Wimmern „Ich muss Pipi“. Du stöhnst auf, denn im gleichen Moment zieht ein Schild an dir vorbei: „Nächste Raststätte in 172km“

Die Terminstory:

Du hast einen wirklich wichtigen Termin. Seit Wochen ist er geplant! Damit alles klappt ist der Tagesablauf akribisch vorbereitet und komplett notiert, damit Babysitter, Großeltern oder dein Mit-Elternteil es möglichst einfach haben. Die Mahlzeiten sind vorportioniert, die Schlafanzüge liegen bereit, selbst die Zahnbürsten sind schon mit der richtigen Menge Zahncreme verziert. Es kann nichts mehr schief gehen. Doch natürlich hast du nicht bedacht, dass dein Kind gerade heute mit einer unangenehmen Magendarm-Verstimmung aufwacht.  Naja… halb so schlimm. Selbstverständlich bleibst du zu Hause, denn die Kleinen stehen an erster Stelle. Der Termin wird auf die Folgewoche verschoben. Alles kein Problem. Abgesehen davon, dass du dich zum Ersatztermin dann auch nicht aufraffen kannst. Du hast dich angesteckt.

Die Freundestory:

Ein langersehnter Abend mit Freunden steht an. Du und dein Partner habt sie natürlich gern zur euch nach Hause eingeladen. Wegen der Kindern – ist ja klar – dafür haben auch die lieben Freunde Verständnis. Du hast dich in bestes Outfit geschmissen, um deinen Homies zu suggerieren: Ich habe auch mit Kind mein Leben im Griff. Dass das Kind eine Schnötnase von hier nach Bagdad hat, passt nicht in dein Konzept, denn den meterlangen Schmierfaden findest du kurz vor dem Klingeln an der Haustür auf deiner Schulter wieder. Aber während du das noch mit einem kleinen Witz weglachen kannst. Hörst du aus dem Kinderzimmer Rufe. Egal, wie gut dein Kind sonst durchschläft: Gerade heute will das Kind nicht allein einschlafen. Die Gäste begnügen sich am Abend nur mit einem vom euch (besten Falls im Wechsel), während die andere Partei seufzend eine zweite Matratze ins Kinderzimmer trägt.

schokolade hinter Rücken versteckt

Die Schokostory:

Vom Einkaufen hast du dir deine Tüte deiner Lieblingssüßigkeiten mitgebracht. Du kannst es kaum erwarten ein Stückchen davon zu naschen. Dir läuft das Wasser im Mund zusammen beim Gedanken daran. Also schnappst du dir den Beutel mit spitzen Fingern und tappst geräuschlos ins Badezimmer, den Abstellraum oder in den schallisolierten Keller. Mit der Fingerfertigkeit eines Bombenentschärfers öffnest du die Tüte und nimmst dir dein erstes Stück. Noch während deine Finger vorfreudig zitternd auf dem Weg zum Mund sind, klopft es energisch an die Tür: „Mamaaaaa! Was isst du du daaaa?“

 

 

Wisst ihr was? Ich bin so voll Dankbarkeit und Stolz, Mutter sein zu dürfen.

Welche Geschichten davon kennt ihr vielleicht selbst? Was habt ihr schon mit euren Sprösslingen erlebt?

 

Lieblingsgrüße!

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