Moment mal!

Nachhaltigkeit im Badezimmer

ZeroWaste-Ikonen präsentieren ihren Müll eines ganzen Jahres mit Stolz, denn er passt in ein kleines Schraubglas. Mit unserer gefüllten Restmülltonne fühle ich mich wenig nachhaltig. Von ZeroWaste sind wir weit entfernt und wir halten dies als realistisches Ziel für utopisch. Aber Nachhaltigkeit kann jeder und less waste macht einen großen Unterschied!

 

Insbesondere wenn sehr viele sich dazu motivieren lassen, hätte das einen gewaltigen Impact. Du kannst viele Produkte mit unverpackten, umweltschonenden Mitteln selbst herstellen oder ohne viel Geld auszugeben durch nachhaltige Alternativen ersetzen.

Zerowaste ist ein Prozess und hat keinen On/Off-Schalter.

Deshalb zeige ich dir ganz kleine Schritte, die du nach und nach umsetzen kannst, so wie sie in dein Leben passen. Das el dorado der Plastikverpackungen und Einwegprodukte ist vermutlich unser Badezimmer. Hier gibt es so viel Potential die Stellschrauben ein kleines bisschen in Richtung Nachhaltigkeit zu verändern. Lasst uns den Prozess beginnen.

Bestandsaufnahme:  

Bevor wir richtig loslegen, müssen wir erst mal ein Bewusstsein schaffen. Also los: Alle Schubladen auf, alles auf den Boden werfen! Ja, wirklich alles! Kosmetik, Hygiene, Haarpflege, Make up, Zopfgummis und Einwegartikel. Mach eine Bestandsaufnahme, von dem was du besitzt. Ach du meine Güte! Acht Bodylotions liegen neben drei angebrochenen Nachtcremes und unter den vier Packungen Haargummis verstecken sich Lidschattenset in allen Farben des Regenbogens.  Führe dir wirklich vor Augen was du alles gehortet hast. Mach Inventur und schreib es auf.

Aussortieren und Entscheiden:

Ach menno, denkst du dir jetzt vielleicht. Du wolltest doch bloß Tipps für coole Gimmicks, die du dir direkt bestellen kannst und easy Rezepte zum ausprobieren. Jetzt versuche ich dich zum verspäteten Frühjahrsputz zu überreden. Bevor dir eine Ausrede einfällt machen wir schnell weiter. Sortiere aus, was du wirklich nicht benutzt.

Nimm dir dafür ruhig etwas Zeit und entscheide dich bewusst FÜR deine Lieblingsartikel, die zu dir und deinem Typ passen (und die du dir auch wieder besorgen würdest). Entscheide dich auch GEGEN alles, was du dir vielleicht nur gekauft hast, weil Werbungversrpechen oder Influencer es dir schmackhaft gemacht haben oder weil du einem bestimmten Typus nacheifern wolltest.

Wenn der Artikel noch gut ist freut sich eine Freundin darüber oder du verschenkst es über Flohmarktanzeigen. Alles was kaputt oder vielleicht sogar verdorben ist, solltest du direkt entsorgen.

NAchhaltig im Badezimmer
Aufbrauchen

Du wartest immer auf Shoppingtipps, mit denen du den Grundstein für dein nachhaltiges Ich setzen kannst? Ich muss dich enttäuschen, denn höchstwahrscheinlich musst du erst mal gar nichts mehr kaufen. Die Inventur hat einiges wieder zum Vorschein gebracht, was du längst vergessen hast. Bevor du dir ein Nowaste Shampoo kaufst und Recycling Wattepads anfertigst, solltest du erst einmal alles aufbrauchen.

Dass du dich am liebsten mit neuen coolen Dingen eindecken möchtest, kann ich total nachvollziehen. „Wenn dann richtig!“ oder? Eben nicht! Richtig nachhaltig ist es keine neuen und zusätzliche Produkte durch Kauf in Umlauf zu bringen. (Siehe dazu auch 10 Dinge die du nicht mehr kaufen musst und 10 Dinge, die du nicht mehr kaufen musst-Part 2)

Aussprechen

So nachhaltig die eigenen Ziele im Bad auch sind, so schwer wird es einem manchmal von außen gemacht. Die liebe Freudin bringt ein tolles Duschgel mit. Die Nachbarin überrascht dich mit einem Wohlfühlset aus Masken und Peelings und weil Mama eben die Beste von allen ist, hat sie dir eine tolle Bodylotion mitgebracht. Sie wollen dir etwas Gutes tun. Von Herzen und mit lieben Gedanken. Und sie machen es immer wieder, weil sie dich gern haben. Teile ihnen mit, dass du gerne etwas nachhaltiger leben möchtest. Weise sie darauf hin, dass Linda von momenttalent.de dich dein Badezimmer hat aufräumen lassen und du festgestellt hast, dass du genug von allem hast. Beim nächsten Mal bringen sie dir vielleicht eine schöne Flasche Wein oder ein paar selbstgemachte Kekse. Oder eben nichts. Auch gut.

Reduzieren

Zu guter letzt schau dir noch einmal an, wie viel du von all dem, was du vermeitlich dringend brauchst täglich verwendest. Wie viel Wasser läuft da in der Dusche an dir vorbei? Wie viel Duschgel und Shampoo drückst du dir in die Hand? Wie viel Klopapier brauchst du für deinen hübschen Hintern? Kannst du das vielleicht alles reduzieren?

 

 

Vielleicht bist du jetzt ein bisschen traurig, dass ich dir keine „richtigen“ Tipps gegeben habe. Doch ob du wirklich nachhaltig leben möchtest entscheidest du lange vor dem Produkteshopping. Der Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit im Badezimmer bist DU und dein eigenes Mindset.
Wenn du das für dich verstanden hast, dann schau doch in den nächsten Wochen noch einmal bei mir vorbei. Dann bekommst du die Tipps, auf die du heute vergeblich gewartet hast.
 
Bis dahin,
 
grüne Lieblingsgrüße

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