Moment mal!

Sparen beim Wocheneinkauf

Ich liebe gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Genauso liebe ich Schokolade, Snacks, hin und wieder mal ein Glas Wein am Abend oder einen fiesen (Veggie-) Döner an einem faulen Sonntag. Ebenso wie der Rest der Familie Momenttalent esse ich gerne und nicht wenig.

Wir ernähren uns „healthy – normal“ ohne ein Gefühl von Verzicht. Trotzdem geben wir für unsere vierköpfige Familie viel weniger Geld für den Wocheneinkauf aus als der Durchschnitt.

Hier kommen unsere Tipps zum Nachmachen

Ein Budget festlegen

Lege dir eine Summe fest, die du pro Monat in deine Ernährung investieren willst. Diese Summe legst du dir als Bargeld am Monatsanfang bereit. Von diesem Geld – und nur von diesem Geld – wird zukünftig der Lebensmitteleinkauf bezahlt. Das ist grundlegend, um dein Kaufverhalten tatsächlich im Blick behalten zu können.

Familie Momenttalent macht es so: Wir nutzen für unser „Essensgeld“ ein separates Portemonnaie. Dort kommt jeden Monat ein fester Betrag von mir und meinem Mann hinein.  Von dem Geld kaufen wir Lebensmittel, Drogerieartikel, Putzmittel und den gelegentlichen Veggiedöner. Das Ziel ist dabei immer, am Monatsende noch Geld übrig zu behalten.

Wocheneinkauf statt täglich frisch

Gehe nur einmal pro Woche einkaufen! Mit ein bisschen Planung funktioniert das großartig. Viele Produkte sind lange frisch und noch länger genießbar. Es spart übrigens auch Benzinkosten und Zeit!

So machen wir es: Im Laufe der Woche notieren wir digital, welche Lebensmittel sich dem Ende neigen. Am Freitag ist Wocheneinkauf geplant. Dann kaufen wir ein paar Highlights für das kommende Wochenende und schnelle, gesunde Standardzutaten für den Rest der Woche. Funfact am Rande: Durch den Wocheneinkauf produzieren wir sogar weniger Müll.

Use what you have

Ein Punkt, der mit dem Wocheneinkauf gut kombinierbar ist. Am Donnerstag fehlt der Reis fürs Risotto? Vielleicht schmecken heute auch Nudeln als Alternative. Am Mittwoch gibts kein Brot mehr für das Frühstück? Dann backe es selbst. Brauche erst mal auf, was noch da ist, bevor du „noch eben“ zum Supermarkt fährst.

Einen Wochenplan erstellen

Es erscheint aufwendig, aber letzten Endes spart es nicht nur enorm viel Geld, sondern sogar Zeit und Stress. Setze dich an einem Tag in der Woche alleine oder mit deiner Familie zusammen und plane die Mahlzeiten für die nächsten 7 Tagen.

Und im Hause Momenttalent?: Ich habe mich lange vor einem Wochenplan gesträubt. Der Aufwand erschien mir so groß. Dann kam die nächste Mahlzeit wieder viel zu schnell und ich stand unschlüssig vor den Lebensmitteln und wusste nicht, was ich auf die Schnelle daraus machen sollte.

Nun habe ich ein Kontingent an „Lieblingsmahlzeiten“, welche am Donnerstag zu einem Wochenplan werden. Ich plane nur die große gemeinsame Mahlzeit (bei uns findet sie meist Abends statt, wenn alle zu Hause sind). Das Frühstück ist immer gleich. Mittags gibt es Brote, Obst und Reste vom Vortag in der Schule, bei der Arbeit oder bei der Tagesmutter.

Nicht hungrig einkaufen

Eben schnell nach Feierabend noch ein Brot  fürs Abendessen besorgen. Der Magen hängt auf dem Boden und schon liegt da neben dem Brot noch ein Camembert, eine Packung Tomaten, eine Portion Antipasti, Mozzarella Sticks und eine Tafel Schokolade auf dem Kassenband. Ups.

Punkte sammeln

Ein oft unterschätzter Punkt sind die „nervigen Punktesysteme“ von Supermärkten. Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn du deinen Lieblingssupermarkt in der Nähe hast. Zeigst du bei jedem Einkauf ganz automatisch deine Karte vor und nimmst außerdem ein paar Bonuspunkte mit, kann innerhalb eines Jahres ein schönes Sümmchen zusammen kommen.

Und wir: Wir selbst nutzen die Deutschlandcard, die wir jedes Jahr für einen Wocheneinkauf vor Weihnachten plündern. Letztes Jahr konnten wir satte 85 Euro auf den Kopf hauen.

MHD nicht so wichtig nehmen

Wenn ich sehe, wie jemand einen Joghurt in den Müll wirft, weil „der ja nur noch bis morgen hält“ und „man bei Milchprodukten ja pingelig ist“ könnte ich weinen. Nehmt das MHD nicht so ernst. Das Datum sagt euch nicht, wann das Produkt verdirbt, sondern wie lange es MINDESTENS haltbar ist. Das bedeutet, dass es bis zu dem genannten Datum auf jeden Fall gut ist und danach wahrscheinlich auch. Im Supermarkt werden Artikel, die nur noch eine kurze Haltbarkeit garantieren, zu stark vergünstigten Preisen angeboten. Nehmt sie mit, wenn sie in den Wochenplan passen.

Frau Momenttalent macht es so:  Ich kaufe sogar ganz bewusst MHD Lebensmittel. Da sie sonst entsorgt würden, freue ich mich nämlich doppelt: Geld gespart, Lebensmittel gerettet.

Heute mal kein Fleisch

Wer auf Fleisch verzichtet tut nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Geldbeutel Gutes. Im Gegensatz zu der landläufigen Meinung muss Fleisch weder substituiert noch ersetzt werden. Du brauchst im Gegenzug also keine überteuerten Ersatzprodukte einpacken. Lass einfach das Fleisch im Gericht weg. Eine Lasagne schmeckt zum Beispiel auch mit Gemüse echt geil. Kartoffel schmecken auch zu Gemüsterösties abgefahren und im Salat machen sich angebratene Champignos und Kichererbsen krass gut.

Bei uns ist es so: Ich esse schon seit Jahren kein Fleisch mehr. Auch der Rest der Familie ernährt sich (da ICH koche) zu Hause vegetarisch. Außerhalb erlauben sie sich aber gerne einmal eine seltene Ausnahme. 

Leitungswasser trinken

Die Wasserqualität von Leitungswasser ist in Deutschland bundesweit gut bis sehr gut, daher brauchst du keinen Konzern dafür bezahlen, dass er es für dich in Flaschen umfüllt.

Familie Momenttalent macht es so: Ich war der Wasserjunkie in diesem Haus, denn ich mag Wasser mit Kohlensäure. Während alle anderen hier gerne Leitungswasser trinken, musste es für mich sogar Wasser aus 1,5l PET Flaschen sein! Vor einem Jahr haben wir einen gebrauchten *Wassersprudler gekauft. Ich habe mich aktiv umgewöhnt. Jetzt kaufe ich nie wieder Wasser in Flaschen!

Selber kochen

Wenn du deine Mahlzeiten planst und nur einmal pro Woche einkaufst, ist mehr als genug Zeit, um selbst den Kochlöffel zu schwingen. Convenience, Fastfood und Lieferservice sind umheimlich teuer. Und natürlich auch voll mit ungesunden Zusätzen. Außerdem kannst du leicht größere Mahlzeiten kochen und bist für den nächsten Tag direkt versorgt (wieder Zeit gespart! Was machen wir nur mit so viel Freizeit?)

Und bei uns: Ich koche jeden Tag frisch. Nichtsdestotrotz gehen wir gerne essen oder gönnen uns den besagten (Veggie) Döner. Aber das ist dann eine Besonderheit, die wir gemeinsam mit Freunden oder Familie feiern und genießen.

Mit diesen einfachen Tipps haben wir unser geplantes Monatsbudget mehrfach in Folge unterschritten, ganz ohne unsere Ansprüche herunter zu schrauben. Selbst in diesem Januar ist trotz Inflation noch eine schöne kleine Summe des geplanten Budgets übrig geblieben, die jetzt in unsere Urlaubskasse wandert.

Welche Tipps zum Sparen beim Wocheneinkauf kennt ihr noch?

Lieblingsgrüße!

2 Comments

  • Ilka

    Linda, du bist echt klasse! Vieles machen wir auch schon genau so:
    Leitungswasser.
    MHD Retter sein ist wie eine Belohnung.
    Selber backen wenn nichts mehr da ist.
    Selbst kochen und dann gleich so viel dass wir über Tage neu mit dem Bestand kombinieren können.

    Ein toller Beitrag, der mir wieder viele Möglichkeiten gibt mich und uns zu verbessern.
    Danke für deine Tipps!
    Liebe Grüße
    Ilka

    • Linda M

      Ohja, du hast Recht. Als MHD Retter fühle ich mich auch immer seltsam belohnt. Als hätte ich eine besonders tolle Beute gemacht. 😀
      Toll finde ich deinen Tipp, dass man das selbstgekochte Mahl über Tage weiter kombinieren kann. So planen wir auch unsere Woche. Wenn es beispielsweise Montags Kartoffeln gibt, werden die Reste davon am Dienstag zur Kartoffelpfanne.

      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar!

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